Zu Beginn meiner ersten Arbeiten aus RecyclingPapier benutze ich sehr viel Farbe. Die eingesetzten Farben wurden direkt mit dem selbst hergestellen Papierbrei verbunden und erst dann zu einem Bild verarbeitet.

Es ist ein Spiel zwischen sinnlicher Berührung bei der Verarbeitung des Materials, die Emotionen, die die Farben und Farbkombinationen hervorrufen, sowie die innere Spannungen, die den Bildern Kraft und Ausdruck verleihen.

Weiter versuchte ich Naturmaterialien zu finden, die sich integrieren lassen, habe neue Rezepturen entwickelt und habe so viele unterschiedliche Arbeiten geschaffen, die aber alle den gleichen Ursprung haben – nämlich Holz!

Nach meinem Umzug nach Rückersdorf im September 2012 gab es erst mal eine kurze Phase der Neufindung.

Meine ganzen Farben waren in den Schuppen verbannt.

Ab Mitte 2013 klopfte allerdings die Muse wieder an und ich begann mit minimalistischen Mitteln zu arbeiten.

Die Farben, die in früheren Bildern zu sehen waren, sind komplett verschwunden – und dennoch wirken die Bilder lebendig und regen zum „suchen“ an.

Der erste Eindruck eines Bildes hinterlässt meist ein Fragezeichen. Erst beim Betrachten aus verschiedenen Entfernungen und Perspektiven werden die eingearbeiteten Worte oder Schriftzüge sichtbar. Beim intensiven hinschauen kann der Betrachter immer wieder versteckte Botschaften entdecken.

Die Bilder, die im wesentlichen aus weißem Recycling Papier und Holz bestehen, wirken durch ihre Fülle an Strukturen und durch die Einzigartigkeit der jeweiligen Materialien.

Noch Träume ich davon, ein richtig großes Werk zu schaffen, in welchem Gedichte versteckt sind, oder Textzeilen aus Liedern, die mich berühren.

Seit 2016 fing ich an, filigrane Skulpturen aus Papier zu schaffen, die teilweise an Stabinsekten erinnern. Auch finde ich gelegentlich wieder zurück zur Farbe, allerdings nicht in dem Ausmaß wie zu beginn meiner Reise.

Das weiße Recycling Papier vermische ich mit diversen Komponenten zu einer homogenen Masse. Diese ist die Grundlage für Bilder und auch in abgeänderter Zusammensetzung für Skulpturen.

Bilder werden durch das Einarbeiten von Holz oder anderen Materialien zum Leben erweckt.

Bei den Skulpturen wird das Material wie eine Modelliermasse verwendet.

Da die Materialien Naturprodukte sind, treten Veränderungen beim Trocknungsprozess auf. Diese geben den Arbeiten immer wieder andere Strukturen, die sich sehr harmonisch auf die Gesamtheit der Werke auswirken.

Der Entstehungsprozess der Skulpturen aus Holz und Papier ist ein sinnlicher Weg von ZusammenFügen, Berührung und Wachstum aber auch von Begrenzen und WegNehmen.
Es sind Details zu finden, die den Betrachter in eine Richtung locken sollen, im Gegenzug hierzu gibt es aber auch kleine, unscheinbare Hinweise, die gefunden werden können/sollen.


Durch das Spiel von Licht und Schatten wirken die Figuren oder deren Schattenspiel mal mysteriös und mal anmutig.

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